Seeforelle

Kurzdefinition: Lachsforelle, Salmo trutta lacustris

Historische Bedeutung: seeforelle, f. forelle, die sich in landseen aufhält, teichforelle, im gegensatz zur fluszforelle. Adelung, lachsforelle Jacobsson 2, 531a; see- oder grundforelle, die grosze forelle in landseen, besonders im Bodensee, salmo lacustris Oken 6, 342; auch name einer forellenart in der Ostsee, silberforelle, salmo Goedenii Nemnich. die ältere sprache zeigt vielfach alterthümlichere wortformen, vgl. th. 3, 1896 f., so besonders seefore, f. trutta di lago Kramer dict. 2, 729c, trutta lacustris Stieler 587. seeförin, f.: trutta magna, vel lacustris, trutta salmonata. Gesner fischb. 189b; seeferch, lachsferch, s. Schm. 1, 752. Siebold süszwasserfische s. 301 f. 406 gibt unter trutta lacustris, seeforelle folgende nebenformen: sefährin, seeförne (Vierwaldstättersee); andre benennungen: grundforelle (-fährne), lachsforelle, schwebforelle (-fährin, -förne), Illanke, Rhein(l)anke, maiforelle, silberlachs. seeforelle als name der jungen meer-(lachs-)forelle in den norddeutschen gewässern (salmo Goedenii) s. ebenda s. 314. (DWB Bd. 15, Sp. 2832)

Schreib- und Sprachvariationen: Ferchen, Serffen

Rezepte:

  1. Item Serffen einzumachen in Wein vnd / in Esßig. (Dückher Kochbuch, 1654)
  2. Item geselchte Fisch einzumachen. (Dückher Kochbuch, 1654)
  3. Item Ferchen Poßtetten zumachen. / (Dückher Kochbuch, 1654)
  4. Item Braun Fenichl Sultz zumachen. / (Dückher Kochbuch, 1654)
  5. Item Ferchen einzumachen in wein / vnd Esßig mit Lezelten. / (Dückher Kochbuch, 1654)
  6. Item Ferchen Postetten zu machen. / (Dückher Kochbuch, 1654)