Zucker= Sträublein / anderst.

Aus: Neues Saltzburgisches Kochbuch (1718/19), Buch IIII-2 Kap. 5 Nr. 016

Originalrezept:

THue ein Mund= Meel in ein Häfelein / oder Dopff / zuckere es / daß süß genug ist / nimm ein gantzes / und drey oder vier Eyerklar / nachdem du viel Meel hast /auch soviel guten Wein / schlags wol unter einander ab / gieß mit stetem Rühren unter das Meel / mache ein schön glat und dünnes Taiglein an / nimm ein Häfelein / oder Strauben= Löffel / das vier oder fünff Löchlein hat / oder gebohrt seynd / setz auf ein Schnitten Brod / fülls halbentheil mit Taig / mache unterdessen in einem mittleren Pfändlein Schmaltz heiß / und bache diese Sträublein schön Liecht= gelb / legs über den Walger / und wann sie erstarret seynd / so richts auf / beym Anrichten aber thue sie erst zuckern.

  1. NB. Wo man ein Zucker= Strauben= Löffel hat von Blech / so braucht man keinen Hafen.

Transkription:

Margit Gull

Zitierempfehlung:
Margit Gull (Transkription): "Zucker= Sträublein / anderst.", in: Neues Saltzburgisches Kochbuch (1718/19), Buch IIII-2 Kap. 5 Nr. 016,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=zucker-straeublein-anderst (27.01.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Margit Gull.