[Wildschweinsteltzen.]

Aus: Ein new Kochbuch (1581), Kapitel 02, Teil 05, Nr. 30

Originalrezept:

Nim(m) die Hinterlauff / vnd quells in Wasser / vnnd küls widerumb / vnd säubers auß / streichs wol mit Wasser / nim(m) darnach Knobloch / stoß vnd zerlaß jn mit halb Essig vnd Wasser / thu die Brüh in ein vberzinten Fischkessel / saltz sie ein wenig / thu Origanum darein / leg den Hinterlauff in die Brüh / vnd laß es vber Nacht darinnen ligen / vnd wen(n) du es deß Morgens wilt anstecken / so saltz es eyn / vnd brats / daß fein im Safft bleibt. Nim(m) von der Brüh / da der Brat vber Nacht innen gelegen / schöpff mit einem gantzen Löffel das Kraut oben herab mit der Brüh / thu es in ein Fischkessel / oder Bratpfannen / laß auffsieden mit frischer Butter / die vnzerlassen ist / begeuß den Braten damit / vnd halt die Brattpfann darvnter / daß die Brüh darein rinnt. Vnd wenn du den Braten wilt anrichten / so geuß die Brüh mit gestossen Pfeffer darüber / so ist es gut vnd lieblich zu essen.

Transkription:

Irene Tripp

Zitierempfehlung:
Irene Tripp (Transkription): "[Wildschweinsteltzen.]", in: Ein new Kochbuch (1581), Kapitel 02, Teil 05, Nr. 30,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=wildschweinsteltzen (12.08.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Irene Tripp.