Welsche Würste / noch auf eine andere Art.

Aus: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 10, Nr. 062

Herkunftsbezeichnung(en): Wel(i)sch

Originalrezept:

NEhmt zehen Pfund Rindfleisch / schneidet die Haut und das ädrige davon; ingleichen auch vier Pfund Schweinen Fleisch / und zwey Pfund Speck / den Speck schneidet klein und würfflicht / oder aber mischet ihn unter das Fleisch / und hacket ihn zusamt demselbigen wohl klein; darnach nehmt ungefehr ein halb Pfund Saltz / ein Loth gestossenen / und drey Loth gantzen Pfeffer / und zerknirscht ihn nur ein wenig / hacket oder zerschneidet auch ein wenig Maseran und Rosmarin / mischt ihn ebenfalls darunter: dann fasst es auf das vesteste in die Gedärme / und lassets zwey Tage lang ligen / hängets für den Ofen / doch daß die Hitz nicht zu hart daran gehe / und last sie ein wenig ertrocknen: Hernach hänget sie einen Tag oder etliche in Rauch / alsdann in Lufft / da keine Sonne hin scheinet / so werden sie recht / und gut.

Transkription:

Margit Gull

Zitierempfehlung:
Margit Gull (Transkription): "Welsche Würste / noch auf eine andere Art.", in: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 10, Nr. 062,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=welsche-wuerste-noch-auf-eine-andere-art (07.08.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Margit Gull.