Welsche Würste / auf eine andere Manier.

Aus: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 10, Nr. 060

Herkunftsbezeichnung(en): Wel(i)sch

Originalrezept:

LAß funffzehen Pfund Schweinen Fleisch / das nicht zäh / ädericht / oder fett ist / hacken / doch nicht zu klein; nimm zehen Loth gröblicht= zerstossenen Pfeffer / zwey Loth Muscatblüh / dreyviertel= Pfund Saltz / und vier Loth Kümmel: misch jetzt= besagtes Saltz / Kümmel / und Gewürtz zusammen / und streue es unter das gehackte Fleisch; säubere dann den Darm von einem Rind oder Ochsen wohl aus / trockne ihn mit einem Tuch sauber ab / und fülle das Fleisch darein / und zwar je härter es eingefasset wird / je besser ist es; nimm aber auch im einfüllen eine Nadel / und stich den Darm offt damit / daß die Würste Lufft bekommen: Dann hencke sie in Schlot / Camin oder Rauchfang / daß der Rauch zimlich wol daran schlagen könne / und laß sie sechs Tage hangen. Dabey zu mercken / daß diese und andere dergleichen Würste am besten im Winter zu machen.

Kategorisierung:

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Hauptzutaten: , , ,

Transkription:

Margit Gull

Zitierempfehlung:
Margit Gull (Transkription): "Welsche Würste / auf eine andere Manier.", in: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 10, Nr. 060,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=welsche-wuerste-auf-eine-andere-manier (20.01.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Margit Gull.