Welsche Strauben / auf andere Art.

Aus: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 13, Nr. 040

Herkunftsbezeichnung(en): Wel(i)sch

Originalrezept:

LEget gleich anfangs Eyer in ein warm Wasser / haltet ein ander Wasser über das Feuer / saltzt und lassets sieden / schüttets dann in ein Mehl / und brühet es wohl ab / schlaget die Eyer darein / und zertreibt den Teig schön glatt; giesset selbigen in ein Triechterlein / und lasset ihn gemach hindurch in ein heisses Schmaltz lauffen / so wird der Straub ein oder zwey Elen lang / ohne daß er zusammen bächt: Nehmet dann ein Schifflein oder flachen Löffel / zweyer Finger breit / kehrets damit um / und nehmets heraus.

Anmerkung:

  • Das Dekorative an Strauben sind die kreativen Formen, die im Barock als besonders reizvoll empfunden wurden. Eine Nürnberger Elle maß damals 65 cm, wenn die Strauben tatsächlich ein bis zwei (!) Ellen lang waren, wurden sie vermutlich spiralförmig gebacken, mit etwas Zwischenraum.
  • Schifflein (sic), sollte vermutlich eher Schäufflein heißen, wie in den vorigen Rezepten.

Kategorisierung:

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Hauptzutaten: , , , ,

Transkription:

Andrea Sobieszek

Zitierempfehlung:
Andrea Sobieszek (Transkription): "Welsche Strauben / auf andere Art.", in: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 13, Nr. 040,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=welsche-strauben-auf-andere-art (15.08.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Andrea Sobieszek.