Weisses Kraut / auf gemeine Art / zu kochen.

Aus: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 10, Nr. 180

Originalrezept:

NEhmet das Kraut / schneidets / thut die grossen Dorschen davon / wascht es sauber / legets in einen Hafen / giesst ein siedendes Wasser darüber / streuet ein wenig Kümmel daran / last es sieden ; wann es weich gesotten / seihet das Wasser davon herab / legets wieder in einen Hafen / giesset eine gute Fleischbrüh daran / thut auch ein gutes Brat = oder Bach = Schmaltz dazu / und würtzets mit Pfeffer / setzets in eine starcke Glut / last es stets sieden wie einen Kohl : Will man ein Fleisch darunter haben / so kan man selbiges wann es in einem besondern Hafen schier weich gesotten ist / aus der Brühe nehmen / und unter das Kraut legen / damit es zusamt demselben noch ein wenig siede.

Transkription:

Maximilian Schmidauer

Zitierempfehlung:
Maximilian Schmidauer (Transkription): "Weisses Kraut / auf gemeine Art / zu kochen.", in: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 10, Nr. 180,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=weisses-kraut-auf-gemeine-art-zu-kochen (28.01.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Maximilian Schmidauer.