Weisse Strauben / auf andere Art.

Aus: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 13, Nr. 037

Originalrezept:

KLopffet das Weisse von Eyern mit Rosenwasser wohl ab / und machet einen Teig von dem schönsten Mehl damit an / zuckert und reibet ihn ab; machet dann in ein Häfelein an den Boden acht oder zehen Löcher / und lasset den Teig dadurch in ein heisses Schmaltz lauffen; ziehet lange Striche / so lang die Pfannen ist / doch nicht so dick auf einander / wie die vorige: Nach diesem nehmet einen flachen Löffel / oder ein Schäuffelein / welches drey Finger breit und oben etwas zugebogen ist / daß man das gebachene darüber legen könne / und kehrets damit um: Wann man nun das gebachene aus der Pfannen mit obgedachtem Löffel oder Schäuffelein heraus nimmt / so greifft mit der Hand auf das gebachene / und bieget es über das Schäuffelein / oder den Löffel / daß es schier zusammen gehet; setzet es auf ein Bretlein / und wann das Schmaltz heiß ist / hebet die Pfannen vom Feuer / damit die Strauben nicht zu braun werden; stellet dann jedesmal zwey neben einander in die Höh / daß die Schüssel wohl übersetzt ist / und die also aufgesetzte Strauben einem Thurn gleichen; zuletzt aber bestreuets mit Zucker.

Anmerkung:

Thurn (sic) anstatt Thurm.

Transkription:

Andrea Sobieszek

Zitierempfehlung:
Andrea Sobieszek (Transkription): "Weisse Strauben / auf andere Art.", in: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 13, Nr. 037,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=weisse-strauben-auf-andere-art (08.08.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Andrea Sobieszek.