Wegwarten oder Cichorien einzumachen.

Aus: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 15, Nr. 042

Originalrezept:

LAsset die Wegwarten oder Cichorien rein und schön abschaben / werffets hernach in ein frisches Wasser / so bleiben sie schön weis; nehmet selbige aus dem Wasser / schneidet die einwendigen Kern heraus / werffet sie wieder in ein frisches Röhren= Wasser / lassets über Nacht darinnen stehen; deß andern Tages siedet ein ander Wasser ab / leget die Wegwarten darein / und siedets biß sie ein wenig weich werden; alsdann seihet das Wasser wieder herab / lasset die Wegwarten auf einem Tüchlein / so über ein Sieb geleget worden / verseihen und ertrocknen: hernach nehmet zu einem Pfund Wegwarten / fünff Viertel= Pfund Zucker / läutert selbigen wie bekandt / mit einem Weissen vom Ey / und wann er schön geläutert und verfaumt ist / siedet die Wegwarten ebenfalls darinnen; leget selbige in einen Tiegel / lasset den Zucker noch ein wenig ferner sieden / und giesset ihn / wann er erkaltet / über die Wegwarten ; verbindet den Tiegel / setzet ihn an ein kühles Ort / und übersiedet den Zucker / wann er dinner werden wollte / so offt / biß er in seiner rechten Dicken verbleibet.

Transkription:

Marlene Ernst

Zitierempfehlung:
Marlene Ernst (Transkription): "Wegwarten oder Cichorien einzumachen.", in: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 15, Nr. 042,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=wegwarten-oder-chichorien-einzumachen (22.01.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Marlene Ernst.