Von Capoditzen / oder Meerspinnen / was darausz zu machen sey.

Aus: Ein new Kochbuch (1581), Kapitel 04, Teil 44, Nr. 01

Originalrezept:

MAch ein scharpffe Laugen von einem Regenwasser / leg die Capoditzen darein / vnnd lasz ein Nacht zwo oder drey darinnen ligen / so wirt sie fein aufflauffen / wässer sie alsdenn ausz zehen oder zwölff Wasser / vonnd lasz ligen Tag vond Nacht in frischem Wasser / dasz die Laugen widerumb herausz gewässert wirt / wenns fein auszgewässert / so wirff es in heisz Wasser / das gesotten hat / butz sauber / vnd küls ausz / denn die Capoditzen hat viel Schwäntz / die aneinander hangen / steck sie an ein Bratspiesz / vnd bindt die Schwäntz fein zusammen / leg sie zum Feuwer / brat sie / vnd begeusz mit frischer vnzerlassener Butter / vnd brat sie geschwindt hinweg / gibs trucken auff ein Tisch also warm / vnd ein Pfeffer darzu / so ist es gut vnd wolgeschmack zu essen. Man darff wol nicht viel darzu / man hat aber grosse mühe damit. Vn(n) wenn man sie also zuricht / so kan man sie backen oder fricusiern / wie man es haben wil / so ist es gut vnd wolgeschmack.

 

Transkription:

Marlies Berger

Zitierempfehlung:
Marlies Berger (Transkription): "Von Capoditzen / oder Meerspinnen / was darausz zu machen sey.", in: Ein new Kochbuch (1581), Kapitel 04, Teil 44, Nr. 01,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=von-capoditzen-oder-meerspinnen-was-darausz-zu-machen-sey (04.12.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Marlies Berger.