Vierfärbige Strudel.

Aus: Neues Saltzburgisches Kochbuch (1718/19), Buch IIII-2 Kap. 2 Nr. 003

Originalrezept:

DEr Taig wird gemacht / wie zu den andern vorher beschriebnen Strudlen. Erstlich vier Blätter auf das dünneste ausgewälget / auf das erste streiche einen wolzugerichten Spinat / auf das andere ein gelbes Eingerührtes / mit Eyerdotter / und klein=gehackten Zwibel / auf das dritte / ein gut rothe Krebs=Füll / auf das vierdte / ein weisses Eingerührtes von Eyerklar und Milch / oder Eyer=Käß / wann also alle vier Blätter aufeinander gelegt / und ein jedes besonder mit seiner Farb bedeckt und überstrichen ist / so rolt mans gleich einer Wurst zusammen / schneids überzwerch zwey oder drey Finger hohe Stuck daraus / setz nebeneinander in ein mit Butter bestrichne Schüssel / gieß siedigen Ram daran / und setz in einen noch etwas warmen Ofen / oder gib unten und oben Glut biß fertig ist / dieses ist ein gute und schöne Speiß. Anstatt des Ram kan auch Fleischbrühe dienen.

Transkription:

Helga Kraihamer

Zitierempfehlung:
Helga Kraihamer (Transkription): "Vierfärbige Strudel.", in: Neues Saltzburgisches Kochbuch (1718/19), Buch IIII-2 Kap. 2 Nr. 003,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=vierfaerbige-strudel (27.01.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Helga Kraihamer.