Ungesottene Quitten= Latwerg.

Aus: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 17, Nr. 128

Originalrezept:

NEhmet von den schönsten Quitten / so um Michaelis / oder kurtz hernach / gebrochen worden / siedet sie / wie zu den Quitten= Zelten / im Wasser ab / biß sie etwas weich werden ; schählet und schabet sie / treibts durch ein Sieb ; wäget dann zu einem halben Pfund Quitten= Teig / drey viertel Pfund durch= gesiebten Zucker / rühret beedes wohl unter einander : schneidet von Citronen= Schelffen das Weisse heraus / und siedet so dann das Gelbe im Wasser / seihets hernach durch ein Tuch / und drucket es zwischen zweyen Tüchern starck aus ; schneidets nachmal klein= und würfflicht / oder aber länglicht / nach gefallen ; rührets unter den Quitten= Teig / füllet selbigen in gläserne Schälein ; lassets etliche Tage lang in einer Stuben ertrocknen / und belegets / wann sie noch feucht ist / schön zierlich mit geschnittenen Citronat / Citronen= und Pomerantzen= Schelffen / und überstreuets mit Bisam= Zucker.

Anmerkung:

Besonderheit ist die Erwähung des Erntedatums um den Michaelis Tag.

Transkription:

Maximilian Schmidauer

Zitierempfehlung:
Maximilian Schmidauer (Transkription): "Ungesottene Quitten= Latwerg.", in: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 17, Nr. 128,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=ungesottene-quitten-latwerg (09.08.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Maximilian Schmidauer.