Ulmer=Brod / auf andere Art.

Aus: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 17, Nr. 056

Herkunftsbezeichnung(en): Ulm

Originalrezept:

ZU einen Seidlein oder halben Maas Kern oder süssen Ram / nehmet zwey guter Löffel voll Weitzen=Heffen / setzet mit einem schönen Mehl einen Dampff an / daß er ein wenig dicker werde / als ein Strauben=Teig; stellet selbigen auf einen Ofen und lasset ihn gehen / biß er wieder nieder sitzet; zerklopffet hernach vier Eyerdötterlein und zwey gantze Eyer / rührets nachmal mit einem halben Pfund Zucker in den Teig / alsdann nach und nach das Mehl / biß er sich nicht mehr rühren lässet / und dann zuletzt ein halb Loth Cardamomen / ein Quintlein Muscatenblüh / einen halben Vierding oder Achtel=Pfund Anis / und zwey Loth Fenchel / wircket den Teig biß er nicht mehr anklebt; darnach machet länglichte Laiblein daraus / lassets ein wenig ruhen / machet in der mitten einen Schnitt darein / legets auf ein mit Mehl bestreutes Blech und bachets schön goldgelb ab.*

*Wanns beliebt / kan man den Teig mit ein wenig geschnittenen Mandeln vermischen.

Transkription:

Magdalena Bogenhuber

Zitierempfehlung:
Magdalena Bogenhuber (Transkription): "Ulmer=Brod / auf andere Art.", in: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 17, Nr. 056,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=ulmerbrod-auf-andere-art (21.01.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Magdalena Bogenhuber.