Tragant= Teig.

Aus: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 17, Nr. 002

Originalrezept:

STosset ein Loth Tragant klein / giesset vier Loth Wasser / halb frisches / und halb Rosenwasser daran / last es vier und zwantzig Stunden weichen ; pressets dann durch ein klares Tüchlein / und reibet ihn auf einem klaren Marmorstein / oder auch in einem Marmor= steinernen Mörsel schön glatt ab : Mischet dann einen Vierding oder Viertel= Pfund durch= gesiebten Zucker / und zwölff Loth ebenfalls durch= gesiebes Stärck= Mehl / und zwar deß Stärck= Mehls auf einmal einen Löffel voll / und ein klein Löffelein Zucker / eines um das andere / durcheinander / biß der Teig vest wird : Will man Tragant= spitzen haben / so mache man sie von jetzt besagtem lautern Tragant= Teig ; beliebt man aber von dem vorgedachten Marzepan= Teig Spitzen zu machen / so nehme man nur den vierdten Theil darunter : deßgleichen auch / wann man ein braun= gebachenes machen will / kan man ein wenig von diesem angemachten Tragant= Teig unter den Marzepan= Teig mit einwircken / so wird er etwas glätter und reiner werden ; doch mag man auch den Marzepan= Zeug ohne Tragant allein auch gebrauchen / so in eines jeden belieben stehet.

Kategorisierung:

:

Hauptzutaten: , , , ,

Transkription:

Sepp Meister, Steffi Schinagl

Zitierempfehlung:
Sepp Meister, Steffi Schinagl (Transkription): "Tragant= Teig.", in: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 17, Nr. 002,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=tragant-teig (26.01.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Lukas Fallwickl.