Tauben=Pasteten auf andere Art.

Aus: Bewehrtes Koch-Buch (1759), N. 294

Originalrezept:

Die Tauben werden auf die Art zubereitet, wie die vorigen, man kan es auch in der Beiz anlauffen lassen, daranach man es geschwind brauchet. Wann die Taben gespikt seynd, so dünste es in Butter ein wenig, und lasse es hernach auskühlen, nimm Hühnel=Lebern, und die Tauben=Lebern, hacke es klein, brereite auch fünf Sardellen, Lemoni=Schäler, spanisch Kudelkraut, Capri und grünen Petersil; dieses in Butter gedünst, gut gewürzt, Milchreim, und gesalzen, mache einen guten marben Taig, und ausgetrieben, den Boden belegt mit gebähten und in Milchreim geweikten Semmel=Schnitten, streiche halben Theil von dem Morast darauf das andere streiche oben auf die Tauben, mache die Pasteten zusammen, wie :ein aufgesezte Pasteten; die Köpf von denen Tauben richte schön zierlich herum auf dem Deckel, mache zwey kleine Täubeln von Taig, damit sie mit denen Schnäbeln zusammen schauen, schön gebacken, und auf die Tafel geben.

Transkription:

Julian Bernauer

Zitierempfehlung:
Julian Bernauer (Transkription): "Tauben=Pasteten auf andere Art.", in: Bewehrtes Koch-Buch (1759), N. 294,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=taubenpasteten-auf-andere-art (27.09.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Julian Bernauer.