Tauben zu dämpffen / auf eine noch andere Art.

Aus: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 09, Nr. 040

Originalrezept:

 

WAnn die Tauben gewürgt / gerupfft und gewaschen seyn / schneidet selbige zu Vierteln / und setzets in einem stollichten Hafen in halb Wein und Fleischbrüh zum Feuer; wann sie eine weil gesotten / thut ein wenig geriebenes Brod daran / druckt ein gut theil saure Pomerantzen darein / würtzt es mit Pfeffer / Muscatblüh / Cardamomen und Negelein / damit es ein dicklichtes braunes Brühlein werde / und last es also mit einander sieden / biß die Tauben recht weich werden; zuletzt / wann die Tauben halb abgekocht / thut ein gut Stuck Butter / auch / nach belieben / Morgeln / so sauber angebrühet / ingleichen auch geschipffte / und Plätzlein= weiß geschnittene Briese / zugleich mit darein / und last es ferner sieden: Wann mans nun zu Tisch trägt / kan man / nach belieben / klein geschnittene Citronen= Schelffen darauf streuen.

 

Transkription:

Waltraud Ernst

Zitierempfehlung:
Waltraud Ernst (Transkription): "Tauben zu dämpffen / auf eine noch andere Art.", in: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 09, Nr. 040,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=tauben-zu-daempffen-auf-eine-noch-andere-art (09.08.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Waltraud Ernst.