Tauben zu dämpffen / auf andere Art.

Aus: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 09, Nr. 038

Originalrezept:

BEreitet die Tauben allerdings zu / wie bekandt / schneidet selbige halb entzwey oder geviertelt / saltzet und röstet sie ein wenig im Schmaltz / biß sie schön gelblicht werden; legts so dann in einen stollichten Hafen / röstet ein wenig gerieben rocken Brod gleichfalls in Schmaltz oder Butter schön trocken / brennet es dann an die Tauben / giesst ein wenig Fleischbrüh / Wein / und ein klein Löffelein voll Essig daran / würtzt es mit Pfeffer / Cardamomen / Muscatblüh / und ein wenig Negelein / druckt Citronen= Safft darein / und zuckerts nach belieben; zuletzt werfft ein wenig klein= und länglicht= geschnittene Citronen= Schelffen darein: Richtets dann in eine Schüssel / und bestreuets mit würfflicht= geschnittenen Schelffen von Citronen.

 

Transkription:

Waltraud Ernst

Zitierempfehlung:
Waltraud Ernst (Transkription): "Tauben zu dämpffen / auf andere Art.", in: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 09, Nr. 038,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=tauben-zu-daempffen-auf-andere-art (14.08.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Waltraud Ernst.