Taube / von kälbern Schlegel / auf eine andere Manier.

Aus: Neues Saltzburgisches Kochbuch (1718/19), Buch III-1 Kap. 02 Nr. 096

Originalrezept:

THue die Haut darvon / planschiere sie / spicks mit mittlern Speck / paitz in Verius, oder Eßig / weissen Wein / Saltz / wohlriechenden Kräutern / Pfeffer / Lorbeer und Nägelein / brat ihn am Spiß / begieß ihn mit der obigen Baitz / und ein wenig Suppen; wann er gebraten / so mach ein Soß mit ein wenig geröstem Meel / Capry / Lemoni= Schnitzlein / Champignonen, Schwämmlein und 1. Sartellen / laß ein Weil untereinander kochen / oder mittonieren; man kans auch aus Schöps= Schlegel / oder Lammfleisch machen / auf dise Weiß.

Anmerkung:

„Taube“ in der Überschrift ist missverständlich, das Rezept hat nichts mit einer Taube zu tun. Es sollte „(à la) Daube“ heißen, also Schmorgericht. In obigen Fall wird der Kalbsschlögel zuerst gebraten und danach zusätzlich in einer Sauce mit Pilzen etc. geschmort.

Transkription:

Andrea Sobieszek

Zitierempfehlung:
Andrea Sobieszek (Transkription): "Taube / von kälbern Schlegel / auf eine andere Manier.", in: Neues Saltzburgisches Kochbuch (1718/19), Buch III-1 Kap. 02 Nr. 096,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=taube-von-kaelbern-schlegel-auf-eine-andere-manier (29.01.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Andrea Sobieszek.