Süsse Mandel= Schnitten / auf andere Art.

Aus: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 13, Nr. 129

Originalrezept:

DIe Mandeln müssen abgezogen / und gröblicht zerstossen / dann in einem Näpfflein ein wenig Semmel= Mehl / wie auch Trisanet / Zimmet / Zucker / Citronen= Marck / und würfflicht= geschnittene Citronen= Schelffen darunter gemischet werden / welches man mit Spanischen Wein anfeuchten kan: Dann schneidet man runde Plätzlein von Gogelhöpfflein oder Eyer= Küchlein / streichet so dann diese Füll / und ferner einen zerklopfften Eyerdottern / darauf / bächt es geschwind aus Schmaltz; und wann diese Mandel= Schnitten abgekühlet / leget ein mit Rosenwasser und Zucker angemachtes Eiß darüber / und bestreuet es mit Zucker und Zimmet / setzets auf ein Blech / und lassets in dem Ofen schön vertrocknen; das Blech aber muss man zuvor ein wenig mit Butter überschmieren: Will mans nicht mit Zucker und Zimmet bestreuen / kan es auch mit einem verklopfften Ey verrichtet werden.

Transkription:

Andrea Sobieszek

Zitierempfehlung:
Andrea Sobieszek (Transkription): "Süsse Mandel= Schnitten / auf andere Art.", in: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 13, Nr. 129,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=suesse-mandel-schnitten-auf-andere-art (19.08.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Andrea Sobieszek.