Strauß zu braten / oder sonst zu verkochen.

Aus: Neues Saltzburgisches Kochbuch (1718/19), Buch III-2 Kap. 7 Nr. 007

Originalrezept:

Der Strauß ist zwar bey uns in Saltzburg ein rare Speiß ; doch ist bey der Profession bekannt / daß er gut / und an Geschmack besser dann Kalbfleisch seye / und wer einen zu kochen bekommt / der kan ihn ganzer braten ; ist er alt / so kan man ihn spicken und paitzen ; ist er an der Brust mager / kan man solchen zwischen Brust und Fleisch mit einem wohl = fetten Bratwürst = Gehäck / guten Speck und Butter / dessen nicht wenig / wie auch mit wohlriechenden Kräutern und Gewürtz / auch gebührendem Saltz / alles zusammen klein geschnittner / einfüllen / oder sonst / weilen er groß / allweg / wie das Kalbfleisch / oder / wann er gar alt / dem Schaaf = oder Schöpfen = Fleisch gleich verkochen. Ich habe selbst nur einen / von Malta kommend / lebendig an unserm Hof gesehen / er war in der Höhe / wie ein junges Fülle / und auch schier so schwer / und langte mit dem Kopff über einen Mann hinaus.

Transkription:

Wolfram Kracker

Zitierempfehlung:
Wolfram Kracker (Transkription): "Strauß zu braten / oder sonst zu verkochen.", in: Neues Saltzburgisches Kochbuch (1718/19), Buch III-2 Kap. 7 Nr. 007,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=strauss-zu-braten-oder-sonst-zu-verkochen (16.08.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Wolfram Kracker.