Spritzen= Küchlein / auf andere Art.

Aus: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 13, Nr. 063

Originalrezept:

LAß ein halb Seidlein blauer Milch sieden / thue Mehl darein / daß es dick wird / klopffs so fort in einer Schüssel; setze die Eyer auf den Ofen / daß sie warm werden / klopffe sie in einem Hafen / saltze es / nimm das Vögelein davon / gieß die Eyer nach und nach in den Teig / und rühre alles wohl ab / daß keine Bützlein darinnen bleiben; doch muß er dicker gemacht werden / als sonst zu gebrannten Küchlein: Fülle den Teig hierauf in die Spritzen / drucke ihn in das Schmaltz / und fahre damit zugleich in die Runde herum / du must aber schnell zudrucken / und eine weite Pfannen nehmen / zumal so du sie groß haben wilt; kehrs um / und bache sie also schön licht heraus.

Anmerkung:

  • blaue Milch = entrahmte Milch; Magermilch
  • Die Aufforderung „nimm das Vögelein“ ist vielleicht ein Hinweis darauf, dass man bei angebrüteten Eiern den winzigen braunroten Embryo entfernen musste.
  • Bützlein = Klümpchen

Kategorisierung:

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Hauptzutaten: , , , ,

Transkription:

Andrea Sobieszek

Zitierempfehlung:
Andrea Sobieszek (Transkription): "Spritzen= Küchlein / auf andere Art.", in: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 13, Nr. 063,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=spritzen-kuechlein-auf-andere-art (19.01.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Andrea Sobieszek.