Spanische Biscoten.

Aus: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 17, Nr. 074

Herkunftsbezeichnung(en): Spanische Biskotten

Originalrezept:

ZErschlaget das Weisse von acht oder zehen Eyern / nachdem selbige groß oder klein sind / mit Rosenwasser / daß sie wie ein Schaum werden; rühret drey Viertel= Pfund durchgeräitelten Zucker zimlich lang darunter / dann je länger man rühret / je besser werden die Biscoten; rühret dann ebenfalls ein halb Pfund schönes Mehl / und letztlich / wann es fast fertig ist / ein wenig Anis und Coriander darein: schlaget einen Löffel voll von diesem Teig auf ein Oblat / legets in eine Dorten= Pfannen / und lassets bachen / so werden schöne runde Plätzlein oder Zeltlein daraus; wiewol man ihn auch gleich an den Biscoten= Zeug / in die dazu gehörige Häuslein / Capseln= oder Dorten= Blätter giessen / abbachen / und auf einem warmen Ofen schön rösch und gut aufbehalten kan.

Transkription:

Margit Gull

Zitierempfehlung:
Margit Gull (Transkription): "Spanische Biscoten.", in: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 17, Nr. 074,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=spanische-biscoten (14.08.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Margit Gull.