Semmel= Knötlein / auf eine noch andere Art.

Aus: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 10, Nr. 098

Originalrezept:

WEicht einen Wecken im siedenden Wasser ein / druckt es hernach zwischen zweyen Dellern aus; röstet ferner ein geriebenes würfflicht= geschnittenes weisses Brod im Schmaltz / rührt alles unter das eingeweichte Brod: nehmt allerley annehmliche grüne Kräuter / samt ein wenig Schnittlauch / klaubet / waschet und hacket sie klein / röstet sie ebenfalls im Schmaltz / und mischt sie unter das obige / schlagt drey oder vier Eyer daran / rührt ein wenig schönes Mehl darein / machets mit Zugiessung einer kalten Fleischbrüh zusammen / daß es die rechte Dicke bekommet; formiret Knötlein oder Klöslein daraus / legt sie in eine siedende Brüh / und last sie ferner sieden. *

* Wem die grüne Kräuter darunter nicht anständig / der kan / an statt derselbigen / nur ein paar Zwiebeln hacken / und darunter rösten.

Transkription:

Andrea Sobieszek

Zitierempfehlung:
Andrea Sobieszek (Transkription): "Semmel= Knötlein / auf eine noch andere Art.", in: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 10, Nr. 098,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=semmel-knoetlein-auf-eine-noch-andere-art (15.08.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Andrea Sobieszek.