Schnepffen zum Braten / mit denen unterlegten gebähten Semmel= Schnitten.

Aus: Neues Saltzburgisches Kochbuch (1718/19), Buch III-2 Kap. 7 Nr. 035

Originalrezept:

DIe Schnepffen seynd zum besten / sauber gerupfft / gesengt / eingesaltzen / mit sammt dem Eingeweyd / mit ihrem eigenen Schnabel gespält / und im Safft gebraten / und wann sie das Erstemal sollen begossen werden / so lege einem jeden Schnepffen eine gebähte Semmel= Schnitten unter / damit sein Eingeweyd darauf tropffe / und wann sie fertig gebraten / so gibe die Schnitten unter den Schnepffen / auf die Schüssel und Teller; regaliers mit halben Lemonien / und grünen Kräutlein: Oder nimm die Schnepffen aus / hacke das Gedärm / rösts in Butter / und streichs auf die Schnepffen.

Anmerkung:

  • Die Schnepfe wurde mit dem eigenen langen Schnabel (!) gespält, also zusammengesteckt (ansonsten wurden Flügel und Schenkel mit Holzstäbchen festgesteckt).
  • Die Eingeweide werden auch als „Schnepfendreck“ oder „Schnepfenkot“ bezeichnet und sind angeblich sehr delikat; sie werden in manchen Haubenlokalen auch aus den gebratenen Vögeln rausgelöffelt.

Transkription:

Andrea Sobieszek

Zitierempfehlung:
Andrea Sobieszek (Transkription): "Schnepffen zum Braten / mit denen unterlegten gebähten Semmel= Schnitten.", in: Neues Saltzburgisches Kochbuch (1718/19), Buch III-2 Kap. 7 Nr. 035,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=schnepffen-zum-braten-mit-denen-unterlegten-gebaehten-semmel-schnitten (28.01.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Andrea Sobieszek.