Schnepfen.

Aus: Die süddeutsche Küche (1858), S.115/5

Originalrezept:

Die inwendig gesalzene Schnepfe wird an den Spieß gesteckt, mit Speck überbunden.
In die Pfanne gibt man zum Begießen etwas Suppe und Fett. Gegen Ende begießt man sie auch mit saurem Rahm.
In etwas von dem Fette läßt man Bröseln anlaufen, gibt das zusammengehackte Eingeweide (alles außer dem Magen) nebst ½ Kalbmilz, die man ausstreift, dazu, und wenn es eine Weile gedünstet hat, Suppe, rothen Wein, sauren Rahm, Limonieschalen, Pfeffer und Salz. Zugleich bäckt man Semmelscheiben in eben solchem Fette, streicht den Schnepfenkoth darauf, hält sie bis zum Anrichten warm und garnirt mit diesen und den Speck, die mit der Rahmsauce angerichtete Schnepfe.
Die Schnepfe wird nicht gewaschen.
Den Schnabel steckt man beim rechten Flügel durch.

Anmerkung:

Schnepfenkoth oder auch Schnepfendreck ist eine Fleischpastete die aus den Innereien der Schnepfe hergestellt wird.

Transkription:

Julian Bernauer

Zitierempfehlung:
Julian Bernauer (Transkription): "Schnepfen.", in: Die süddeutsche Küche (1858), S.115/5,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=schnepfen (10.08.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Julian Bernauer.