Scheiderhaufen / oder Pädenten mit Mandel.

Aus: Neues Saltzburgisches Kochbuch (1718/19), Buch IIII-2 Kap. 2 Nr. 041

Originalrezept:

STosse abgezognene Mandel gantz klein / nimm so viel Eyer als obere Milch / sprittle es mit halb so viel Mandlen / mit wenig Zimmet / und wohl Zucker ab / schneide Semmel= Schnitten / weiche es in dieser Eyer= und Mandel= Milch wol weich / setze in einer tieffen erdenen Rein oder eissernen engen Pfannen auf 3. Finger tieff Schmaltz aufs Kohl= Feuer / laß wol heiß werden / lege erstlich etliche Schnitten auf den Boden / hernach von der Mandel= Milch was darüber / wieder Semmel= Schnitten / biß endlich alles beysammen ist / gib auch oben Glut / und bräuns schön liechtgelb / und wanns fertig / so seihe das Schmaltz herab / und gibs wol warm mit Zucker bestreuter zu Tisch / wer will / läst den Zucker und Zimmet aus; Saltz und Gewürtz mit Muscatblühe / und wenig Imber.

Anmerkung:

Die heutigen Scheiterhaufen-Rezepte enthalten auch Äpfel und Rosinen.

Transkription:

Andrea Sobieszek

Zitierempfehlung:
Andrea Sobieszek (Transkription): "Scheiderhaufen / oder Pädenten mit Mandel.", in: Neues Saltzburgisches Kochbuch (1718/19), Buch IIII-2 Kap. 2 Nr. 041,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=scheiderhaufen-oder-paedenten-mit-mandel (14.08.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Andrea Sobieszek.