Salbling von Perdolsgaden / oder die sogenannte geselchte Schwartz= Reiter.

Aus: Neues Saltzburgisches Kochbuch (1718/19), Buch IIII-1 Kap. 04 Nr. 046

Herkunftsbezeichnung(en): Berchtesgadener Saibling

Originalrezept:

DIe gerauchte Perdolsgadiner Salbling / aus dem Bartholome= See / ( welche man allhier Schwartzreiter nennt ) gibt man auch gleich also kalter und trucken / wie sie von disem Ort herkommen / auf einem Serviette mit Petersil= Kräutlein bestreuter / auf der Schüssel zu Tisch; dise werden auch wegen ihrer Güte auf der Post und sonst ; an grosser Herren Höf / etc. viel Meilwegs verschickt ; man kan sie auch verkochen / mit / oder ohne Haut / wie die andern Salbling / so geräuchert / ausser / daß dise im Wasser nicht übersotten werden / sondern gleich in die Schüssel gericht / und mit der Brühe übergossen / und nach einem kurtzen Sud gleich zur Tafel gegeben.

NB. Ausseer= Salbling / können auch auf vorbeschriebene Weiß verkocht werden / dann auch dise Fisch werden allenthalben weit verschickt / seynd köstlich und berühmt.

Transkription:

Sepp Meister, Steffi Schinagl

Zitierempfehlung:
Sepp Meister, Steffi Schinagl (Transkription): "Salbling von Perdolsgaden / oder die sogenannte geselchte Schwartz= Reiter.", in: Neues Saltzburgisches Kochbuch (1718/19), Buch IIII-1 Kap. 04 Nr. 046,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=salbling-von-perdolsgaden-oder-die-sogenannte-geselchte-schwartz-reiter (19.08.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Lukas Fallwickl.