Rogen vom Hausen.

Aus: Ein new Kochbuch (1581), Kapitel 04, Teil 01, Nr. 06

Originalrezept:

Setz ein Wasser auff in einem Fischkessel / vnd schneidt Zwibeln ein Häupt oder zwey fein klein / wirff sie in das Wasser / dz due hast auffgesetzt / vnd laß ein wenig sieden mit dem Saltz. Nim den Hausen Rogen in einen Hafenkessel / vnd schlag jn wol mit einem höltzern Löffel / nim am ersten die Haut von dem Rogen / vnd wenn er wol zerstossen / so geuß Essig darein / vnd thu jn in das Wasser / so wirdt er schön blaw / wenn du es auffseudest / so thu es in das Saltzwasser / das du mit Zwibeln hast auffgesetzt / rür es mit einem Löffel vmb / biß daß auffseudt / vnd daß nicht anbrent / so fehret der Rogen wider zusammen / laß jhn darnach fein gemach auff Kolen sieden / vnnd versaltz die Brüh nicht. Wenn er gesotten ist / so magst du jn weg heben / sampt dem Kessel / richt darvon an auff eine Schüssel / geuß kalten Essig darüber / so ist es gut. Du magst jhn warm essen oder kalt / wirff darüber grün Pettersilgen / so ist es gut vnd wolgeschmack zu essen. Den andern Rogen aber laß darinnen bleiben / daß er mit der Brüh kalt wirdt / so kanstu jn in der Brüh stehen lassen ein Tag drey oder vier / sonderlich wenn die Brüh nicht versaltzen ist / Ist aber die Brüh versaltzen / so geuß kalt Wasser darein / so kanstu allzeit darvon nemmen mit einem Faumlöffel / vnd kalt essen / mit Essig begossen / so ist es zierlich vnd gut.

Transkription:

Maximilian Schmidauer

Zitierempfehlung:
Maximilian Schmidauer (Transkription): "Rogen vom Hausen.", in: Ein new Kochbuch (1581), Kapitel 04, Teil 01, Nr. 06,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=rogen-vom-hausen (21.01.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Maximilian Schmidauer.