[Rindtfleischknödel / gesottene]

Aus: Ein new Kochbuch (1581), Kapitel 01, Teil 01, Nr. 65

Originalrezept:

Nim(m) Rindtfleisch / schneidt es dünn vnd klein / leg es in ein Wasser / so zeucht es das Blut herauß / vnnd wirt fein weiß. Wasch es wol auß zwey oder drey Wassern / klaub Rindernfeißt sauber / vnd weich ein beschnittenen Weck in Wasser / druck ihn wol widerumb mit saubern Händen auß / hack es durcheinander / daß klein wirt / auch ein Ey oder drey / wasch die Händ sauber / vnd mach runde / oder wie du es haben wilt / Knödel darauß / Setz Wasser in einem Fischkessel auff / vnd wann es seudt / so thu sie darein / vnd laß sie ein stundt sieden / zeuch sie auß der Brüh in kaltes Wasser / vn(n) seuber sie auß in einem Fischkessel / seig die Brüh wider darüber durch ein Härin Tuch / vnnd laß wider sieden. Nim(m) darnach gantzen Pfeffer / gantze Muscatblüt / auch Pettersilgen Wurtzel / die sauber gemacht / laß fein gemach sieden / Vnd wenn das Feißt herauß seudt / so schöpff es ab / vnd schmeltz Kraut oder Rüben darmit / so werden die Knödel auch nicht böß.

Transkription:

Wolfram Kracker

Zitierempfehlung:
Wolfram Kracker (Transkription): "[Rindtfleischknödel / gesottene]", in: Ein new Kochbuch (1581), Kapitel 01, Teil 01, Nr. 65,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=rindtfleischknoedel-gesottene (17.01.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Wolfram Kracker.