Rindfleisch auf eine andere ungemeine Art.

Aus: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 09, Nr. 088

Originalrezept:

WAnn das Fleisch auf das reinlichste gewaschen worden / setzet es in einem Topff oder Hafen mit Wasser zum Feuer; man darff es aber weder saltzen / noch auch ferner daran giessen / biß das obige Wasser / auf ohngefehr ein Seidlein oder halbe Maas / eingesotten habe; doch würfft man alsobald / wann es zum Feuer gesetzet wird / ein wenig gantzen Ingber und Pfeffer darein: Wann es nun / wie gedacht / biß auf ein Seidlein eingesotten / muß man das Fleisch zusamt der Brüh in einen andern und kleinern Hafen schütten / damit es nicht nach der Lohe oder Brandt rieche / und ferner sieden lassen; auch etwan eine Stund vor dem Essen / in noch einen andern und zwar stollichten Hafen: Dann giesset man die Brüh / darinnen das Fleisch bereits gesotten / darüber / würfft ein wenig Saltz und gerieben Eyer= Brod darein / würtzt es mit Muscaten= Blüh und dergleichen Nüssen / thut ein wenig Butter dazu / last es noch einen Sud aufsieden / und richtets dann an.

Transkription:

Andrea Sobieszek

Zitierempfehlung:
Andrea Sobieszek (Transkription): "Rindfleisch auf eine andere ungemeine Art.", in: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 09, Nr. 088,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=rindfleisch-auf-eine-andere-ungemeine-art (19.01.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Andrea Sobieszek.