[Rephüner gespickt eyngeschlagen in eine Pasteten.]

Aus: Ein new Kochbuch (1581), Kapitel 14, Nr. 42

Originalrezept:

Nim(m) Rephüner / spick sie mit Zimmet / Neglein vnnd Speck / würtz vnd saltz sie / leg sie in die Pasteten / die du hast auffgetrieben von Ruckenteig oder Weitzenteig / vnd thu kleine schwartze Rosein darein / mach die Pasteten zu / scheubs in Ofen / vnd laß backen / schneidts auff / vn(d) geuß Pfeffer darein / setz widerumb in Ofen / vnd laß damit auffsieden / gibs warm auff ein Tisch / so ist es gut vnd wolgeschmack.

Anmerkung:

Mit dem Pfeffer, der nach dem Backen in die Pastete gegossen und damit nochmals überbacken wird, ist eine angesäuerte würzige schwarze Sauce mit Tierblut gemeint; diese wurde vor allem für Wild und Wildgeflügel verwendet.

Das erst nachträgliche Hinzufügen der schwarzen Sauce sollte verhindern, dass der Teigboden „sitzen blieb“, also nicht gar wurde.

Transkription:

Andrea Sobieszek

Zitierempfehlung:
Andrea Sobieszek (Transkription): "[Rephüner gespickt eyngeschlagen in eine Pasteten.]", in: Ein new Kochbuch (1581), Kapitel 14, Nr. 42,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=rephuener-gespickt-eyngeschlagen-in-eine-pasteten (27.11.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Andrea Sobieszek.