Rebhüner zu dämpffen.

Aus: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 09, Nr. 042

Originalrezept:

RUpffet die Rebhüner schön / und kröpffet sie / nehmet die Gedärm / Leber und Magen heraus / waschets mit Wein rein aus / wiewol mans auch im Wein ligend etliche Tage aufbehalten kan; spickets mit Speck / saltzets auch ein= und auswendig / und würtzt es nach belieben mit Pfeffer / Negelein / Cardamomen und Muscaten= Blüh / legts in einen stollichten Hafen / giesset Wein daran / und last sie eine viertel Stund dämpffen: Indessen bähet einen Schnitten weisses Brod wohl braun / giesset süssen Wein daran / und last ihn sieden / biß er weich wird / dann treibet ihn durch einen Durchschlag; thut Trisanet / und klein= würfflicht= geschnittenen eingemachten Citronat / darein / seihet den Wein von den Rebhünern / worinnen sie gedämpffet haben / ab / giesst diese letzere Brüh darüber / und last sie eine viertel Stund noch ferner dämpffen: Alsdann richtets an in eine Schüssel / und streuet würfflicht= geschnittene Schelffen von Citronen darauf.

 

Transkription:

Waltraud Ernst

Zitierempfehlung:
Waltraud Ernst (Transkription): "Rebhüner zu dämpffen.", in: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 09, Nr. 042,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=rebhuener-zu-daempffen (07.08.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Waltraud Ernst.