Ravioln von einem Hecht.

Aus: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 10, Nr. 048

Originalrezept:

NEhmet einen blau=gesottenen übergebliebenen / oder auch / nach belieben / frisch=gekochten Hecht / siedet ihn im Saltzwasser ab / und hacket selbigen klein; indessen klaubet / waschet / und brühet ein wenig Mangolt / Spinat oder grünes Kraut / hacket solches auch klein / druckt es aber aus dem Wasser zuvor wohl aus: dann nehmet das gehackte Kraut und den gehackten Hecht / und röstet beydes im Schmaltz / doch nehmet solches nicht gar zu viel / damit es nicht zu fett werde; streuet dann in einer Schüssel gute Gewürtz daran / rühret auch ein wenig Semmel=Mehl / oder Eyer=Brod darunter / schlaget Eyer darein / so viel vonnöthen: Machet dann einen Teig mit Eyerdötterlein / oder wie den schon beschriebenen Butter=Teig mit Mehl / Wasser und Butter / und machet ferner Ravioln daraus / wie Num. 43. gelehret worden; siedet oder bachets / wie es gefällig ist: Man darff aber diese Ravioln / welches wohl zu mercken / in allen nicht länger sieden lassen / als harte Eyer.

Transkription:

Magdalena Bogenhuber

Zitierempfehlung:
Magdalena Bogenhuber (Transkription): "Ravioln von einem Hecht.", in: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 10, Nr. 048,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=ravioln-von-einem-hecht (13.08.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Magdalena Bogenhuber.