Quitten zu dünsten / noch anderst.

Aus: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 12, Nr. 11

Originalrezept:

NEhmet schöne Quitten / schählet / und schneidet sie halb von einander: Oder / wanns beliebt / und man die Müh darauf wenden mag / schraubet sie mit einem dazu gehörigen Eisen / oder subtilen Messer / daß die Schelffen gantz herab kommen / wiewol mans auch zuvor schählen / und hernach schrauben kan; leget sie ein wenig in ein frisches Röhren= Wasser / und setzets hernach in demselben zu / Lassets darinnen sieden / biß sie etwas weich sind: Indessen machet einen Wein und Zucker besonders mit einander siedend; bindet ein wenig Quitten= Kerne in ein reines Tüchlein / und werffet sie im Sud darein / so bekommt es eine schöne dicklichte Brühe: Wann dann nun die Quitten in dem Wasser recht abgesotten / leget selbige in eine Schüssel / und giesst die Brüh mit Wein und Zucker darüber / so bleiben sie schön weiß und gut; ferner kan man sie / wie auch den Schüssel= Rand / mit Zucker bestreuen / und auf dem Rand unterschiedliches schönes Blumwerck reisen; die Quitten aber mit geschnittenen Mandeln oder krausen Bisam= Zucker bestecken.

Übersetzung:

Gedünstete Quitten

Transkription:

Marlene Ernst

Zitierempfehlung:
Marlene Ernst (Transkription): "Quitten zu dünsten / noch anderst.", in: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 12, Nr. 11,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=quitten-zu-duensten-noch-anderst (27.01.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Marlene Ernst.