Quitten= Biscoten / auf andere Art.

Aus: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 17, Nr. 073

Originalrezept:

WEichet ungefehr einer Welschen Nuß groß / Tragant in Rosen= oder Zimmet= Wasser / drucket ihn durch ein weit= geschlagenes Tüchlein ungefehr so dick aus / als ein Mehl= Kooch; nehmet dann ein Pfund weich= gesotten= und wohl= gestossen=  oder durch= getriebene Quitten / wie oben gebacht; stossets mit dem Tragant wohl ab / fassets hernach in ein Becken / giesset einen Zucker / so zuvor mit einem Seidlein / oder halben Maas / Rosenwasser / so dick als der vorige gesotten / heiß darauf; rühret von fünff Eyern das Weisse zu einem Gest / zerklopffets eine gute Stund lang darunter / giesset nachmal diesen Teig in ein solches Haus / wie gedacht / oder aber streichets auf Oblat / und schneidets nach beliebigen Mödeln alsdann aus; lassets in einem Zimmer ertrocknen / aber anfänglich nur zwey Tage / nicht in einer warmen Stuben / hernach aber wohl wärmer stehen / dann sie werden ehender trocken / als die obige / seyn aber nicht so gut / sondern schmäcken etwas nach dem Tragant.

Transkription:

Margit Gull

Zitierempfehlung:
Margit Gull (Transkription): "Quitten= Biscoten / auf andere Art.", in: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 17, Nr. 073,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=quitten-biscoten-auf-andere-art (13.08.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Margit Gull.