Preseindel zu machen.

Aus: Ein new Kochbuch (1581), Kapitel 01, Teil 04, Nr. 38

Originalrezept:

Nim(m) ein Kälbern Hacksen / vnd schneidt das Fleisch dünn harab / zween Finger breit / vnd eins Fingers lang / vnd klopffs mit einem Messerrück / vnd nim(m) ein wenig Saltz / laß es darinn ligen etwan ein halbe stundt / als denn nim(m) ein saubere Pfannen / thu Butter darein / doch nicht zu viel / mach sie heiß / vnnd wenn sie heiß ist / so nim(m) das Fleisch auß dem Essig / vnd thu es in die Pfannen / vnd rößt es fein herauß / daß es fein breunlich wirdt / Vnd wenn du vermeinst / daß du zu viel Butter darinnen hast / so seig es ab / vnnd gieß den Essig / darinnen das Fleisch gelegen ist / vnd ein wenig Rindtfleischbrüh / darein / mach es ab mit Gewürtz / mit Saffran vnd Pfeffer / auch mit grünen wolschmeckenden Kräutern / laß es darinnen kurtz einsieden / vnnd versuchs / obs gesaltzen / oder saur ist / vnd wenn es zu saur ist / so mach es ein wenig süsser / denn es ist nicht gut / wenn es gar saur ist / hastu kein Essig / so thu Agrastbeer darein / von den vnzeitigen Trauben / so wirdt es auch gut vn(n) wolgeschmack / Machs gelb / oder laß es graw / so ist es auff beyde manier gut.

Transkription:

Sepp Meister, Steffi Schinagl

Zitierempfehlung:
Sepp Meister, Steffi Schinagl (Transkription): "Preseindel zu machen.", in: Ein new Kochbuch (1581), Kapitel 01, Teil 04, Nr. 38,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=preseindel-zu-machen (19.08.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Maximilian Schmidauer.