[Piscoten von lauter Zucker].

Aus: Ein new Kochbuch (1581), Kapitel 13, Nr. 59

Originalrezept:

Nim(m)  Zucker / der gestossen vnd fein weiß ist / auch das weiß von einem frischen Ey / stoß in einem Mörsel / nim(m)  ein tropffen oder vier Rosenwasser darvnter  / vnd Coriander / vnd wenn du es hast darvnter gerüret / so nim(m)  ein Oblat / vnd legs auff ein saubers Papier / thu den Teig herauß miteinem höltzern Löffel auff das Oblat / vnd machs eins Fingers lang / scheub es flugs in einen warmen Ofen / so wirt es fein aufflauffen / vnd wenns kalt
wirt / so ist es also mürb / daß einem im Maul zergehet. Vnd man nennet es
von lauter Zucker Piscoten. Vnd wenn du sie wilt braun haben / so nim(m)
gestossenen Zimmet darvnter. Du kanst auch wol solche Piscoten machen von
lauter Eyerdottern / so seind sie auch gut vnd mürb. Vnd wen(n) du es wilt viel
braun machen / so weich es in das weiß von Eyern / sonderlich wenn du es
stössest mit schönem weissen Zucker.

Transkription:

Sepp Meister, Steffi Schinagl

Zitierempfehlung:
Sepp Meister, Steffi Schinagl (Transkription): "[Piscoten von lauter Zucker].", in: Ein new Kochbuch (1581), Kapitel 13, Nr. 59,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=piscoten-von-lauter-zucker (22.01.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Maximilian Schmidauer.