[Piscoten von lauter Eyerweiß].

Aus: Ein new Kochbuch (1581), Kapitel 13, Nr. 52

Originalrezept:

Nim(m)  weiß von Eyern / vnd nim(m) ein schönen neuwen Hafen darzu / vnd schön weiß Mehl / mach ein Teig in dem Hafen ab / vnd schlag jn wol mit einem höltzern Löffel /  nim(m)  Aniß vnd Coriander darvnter / machs mit weissem Zucker wol süß / geuß ein wenig Rosenwasser darvnter / vnnd ein wenig Saltz / du kanst auch wol ein Eydotter oder zween / die frisch seyn / darvnternemmen. Nim(m) ein Oblat / der fein breit vnd länglicht ist / thu den Teig auß dem Hafen darauff mit einem höltzern Löffel / scheubs geschwindt in einen Ofen /  daß der Teig nicht voneinander fleußt / so wirdt er fein in die höh aufflauffen / wenns gebacken ist / so thu es herauß / vnd laß ein weil vberschlagen /
schneidts nach der läng etwan eins halben Fingers dick / legs widerumb auff
ein saubers Papier / oder auff ein Oblat / vnd scheubs wider in Ofen / der
vberschlagen ist /  kehrs offt vmb auff beyden seiten / daß fein außtrucknet / so
werden sie gut vnnd mürb. Vnnd man nennets Piscoten von lauter
Eyerweiß.

Transkription:

Sepp Meister, Steffi Schinagl

Zitierempfehlung:
Sepp Meister, Steffi Schinagl (Transkription): "[Piscoten von lauter Eyerweiß].", in: Ein new Kochbuch (1581), Kapitel 13, Nr. 52,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=piscoten-von-lauter-eyerweiss (01.12.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Maximilian Schmidauer.