Pärschen oder Pirsinge in einer Citronat= Brüh.

Aus: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 03, Nr. 121

Originalrezept:

BEreite die Pirsinge auf die gemeine und bekandte Art / saltz und gewürtze sie mit Pfeffer und anderer guter Gewürtz / so innen als aussen / lege sie auf einen Rost / daß sie wohl abtrocknen / und ein wenig gelblicht werden ; mach indessen folgende Brüh zusammen : Nimm einen süssen Wein / und ein klein wenig Essig / schneide einen Citronat klein und würfflicht / laß ihn in einem Häfelein ein wenig aufsieden / gieß die Brüh in eine Schüssel / und streue ein Trisanet darein : wann die Fische nun schön abgetrocknet sind / lege sie in die Schüssel zu besagter Brüh / decke selbige mit einer andern Schüssel zu / setz es auf eine Kohlen / laß es miteinander einen Sud aufthun : dann streue nochmal einen frischen würfflicht= geschnittenen Citronat darauf / und trag es zu Tisch.*

* Wann es beliebt / kan man zusamt den Citronat / auch ein wenig klein= zerschnittene Citronen Schelffen darauf streuen : Oder man kan diese Brüh über gebachene Pirsinge machen.

Transkription:

Sepp Meister, Steffi Schinagl

Zitierempfehlung:
Sepp Meister, Steffi Schinagl (Transkription): "Pärschen oder Pirsinge in einer Citronat= Brüh.", in: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 03, Nr. 121,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=paerschen-oder-pirsinge-in-einer-citronat-brueh (19.01.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Lukas Fallwickl.