Nespel= oder Mespel= Dorten= Füll.

Aus: Neues Saltzburgisches Kochbuch (1718/19), Buch II-2 Kap. 1 Nr. 050

Originalrezept:

NImm gute saubere und zeitige Nespel / gieß wenig Wein und Wasser daran / aber nicht viel; laß sieden / daß alle gleich werden / schlags durch ein Sieblein / damit die Kern darvon kommen / laß diese mit Zucker sieden / biß sie dick werden / laß erkalten / und gibs in die Dorten mit oder ohne Gewürtz.

NB. Es gibt zwar noch mehrerley Frücht / welche auch zu allerhand Dorten können eingericht und applicirt werden: Als die Fordäschen / Zipärten / weisse und blaue Haber=Kriechen / Brunner=Zwetschgen / kleine Rosoll=Aepffel / und andere Sachen mehr. Der aber diese vorbeschriebene Dorten=Füllen zu machen weiß / der kan dise machen.

Endlichen die Pomerantzen=Blühe zur Dorten=Füll betreffend: Wie nemlich dieselbe zugericht und eingemacht werde / findest du bey den eingemachten Früchten / an 4. Capitel beschrieben; dise Füll ist auch gut mit Lemoni=Safft und Schelffen vermischt / in die Dorten klein und groß zu gebrauchen.

Transkription:

Helga Kraihamer

Zitierempfehlung:
Helga Kraihamer (Transkription): "Nespel= oder Mespel= Dorten= Füll.", in: Neues Saltzburgisches Kochbuch (1718/19), Buch II-2 Kap. 1 Nr. 050,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=nespel-oder-mespel-dorten-fuell (19.01.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Helga Kraihamer.