Muscateller= Birn einzumachen.

Aus: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 15, Nr. 013

Originalrezept:

NEhmet schöne Muscateller= Birne / so nicht weich sind / schählet und leget sie in ein frisches Wasser; läutert hernach den Zucker / wie schon gedacht : nehmet indessen die Birne aus dem Wasser heraus / und lassets versehen / leget / wann der Zucker verfaumt / die Birne hinein / und lassets darinnen etliche mal aufwallen / biß sie ein wenig weich werden wollen; leget selbige nochmal in einen Tiegel / siedet den Zucker noch ein wenig / und giesset ihn / wann er erkaltet / über die Birne : verbindet und verwahret das Geschirr / setzets in ein kühles Ort ; seihet die Brüh ein paar Tag hernach / wann sie wiederlassen wollte / ab / übersiedets so offt / biß der Zucker nimmer wässericht ist / und in seiner rechten Safft= Dicken bleibet. Es muß aber bey allen eingemachten Früchten beobachtet werden / daß man den Zucker im Anfang nicht gar dick siede / hernach aber so offt übersieden lasse / biß er nimmer wässericht wird / sondern in seiner rechten Safft= Dicken bleibt. *

* Etliche lassen die Muscateller= Birn zuvor ein wenig im Wasser / und hernach / dessen ungeachtet / noch einen Wall im Zucker aufsieden; allein es ist unvonnöthen / dann sie werden nur wässericht /  und bleiben auf die oben beschriebene Art länger und besser.

Übersetzung:

Eingelegte Muskatellerbirnen

Transkription:

Marlene Ernst

Zitierempfehlung:
Marlene Ernst (Transkription): "Muscateller= Birn einzumachen.", in: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 15, Nr. 013,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=muscateller-birn-einzumachen (19.01.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Marlene Ernst.