Mirotten, auf eine andere Weiß.

Aus: Neues Saltzburgisches Kochbuch (1718/19), Buch III-1 Kap. 02 Nr. 092

Originalrezept:

ETliche machen eine gute Godiueau, wohl gebunden / gleich als zu einem Poupeton, und machen auch einen Krantz von disem Gehäck um die Schüssel / und wanns paniert ist / so gib ihm Farb im Ofen; wanns genug ist / schöpfft man die Faisten darvon; nimm in ein irden Geschirr einen zerschnittenen Schöpsen= Schlegel / magern Speck / etliche Tauben und Wachtlen; wann alles zusammen gesotten ist / mit allerhand geschmacken Kräutern / als wanns à la Braise wäre; Nimm junge Erbsen / oder Spargel= Schnitzlein / zieh das Fleischwerck aus den Häfen / oder Casserol / thue die Faisten darvon / richts in die Schüssel / mit dem Crantz / und schütt die Erbsen / oder Spargel / so bassiert und gekocht seyn / darüber; kanst auch planschierten Häuptlein= Salat / so in der Soß gesotten worden / darein thun / gibs warmer / man kan auch in die Mitt ein guten Rago thun / oder ein Gehäck von Schöpsen / mit Schöpsen= Safft / und Lemoni im Anrichten.

Transkription:

Andrea Sobieszek

Zitierempfehlung:
Andrea Sobieszek (Transkription): "Mirotten, auf eine andere Weiß.", in: Neues Saltzburgisches Kochbuch (1718/19), Buch III-1 Kap. 02 Nr. 092,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=mirotten-auf-eine-andere-weiss (07.08.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Andrea Sobieszek.