[Meykäß].

Aus: Ein new Kochbuch (1581), Kapitel 08, Nr. 149

Originalrezept:

Nim (m) Geiß / Schaf vnd Kühmilch / eins so viel als deß andern / thu es zusam(m)en in einen Hafen / rür auch ein wenig Lab darvnter / setz zur wärm / so wirdt es gerinnen / laß nicht gar zu hart werden / daß nur halb gerinnet. Thu vnter das Molcken widerumb Lab / setz auff ein Feuwer / daß auff ein neuwes gerinnet / schüt es auff ein saubers Tuch / daß das Wasser gar darvon kompt / thu es mit dem Tuch auff ein Schüssel / die Löcher hat / bedeck (daß) obertheil mit dem Tuch / laß also vber Nacht stehen / so wirt es hart / vnd wen(n) du es wilt anrichten / so thu das Tuch darvon / leg ein Weinblat darauff / vnd nim(m) ein Schüssel / vnd bedecks mit dem Weinblat / stürtz vmb / vnnd nim(m) die Schüssel davon hinweg / darnach das Tüchlein / so bleibet es auff dé Weinblat / ist schön vnnd zierlich. Vnd also macht man die Meykäß / so werden sie fein gelb / als wenn man Saffran hett darvnter gethan. Vnnd wenn mans jsset / so streicht man es auff ein Weck / zuckert vnnd saltzt es / wie man es haben wil.

Kategorisierung:

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Hauptzutaten: , , , , , ,

Transkription:

Sepp Meister, Steffi Schinagl

Zitierempfehlung:
Sepp Meister, Steffi Schinagl (Transkription): "[Meykäß].", in: Ein new Kochbuch (1581), Kapitel 08, Nr. 149,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=meykaess (09.12.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Maximilian Schmidauer.


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