Marzepan=Zeug.

Aus: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 17, Nr. 001

Originalrezept:

NEhmet ein Pfund Mandeln / weichet sie in ein kaltes Wasser / biß sich die Schelffen abziehen lassen ; wann man selbige abgezogen hat / so waschet sie aus einem frischen Brunnen= Wasser / und reibets im Reib= Scherben mit Rosen= Wasser klein ab : Darnach rühret unter ein Pfund Mandeln / ein halb Pfund rein= gestossenen Zucker / setzets in einem messingen Becken auf ein Kohl= Feuer / und rührets immer zu ein / daß es sich nicht anlege ; trocknet also diesen Teig so lang ab / biß er nicht mehr am Finger klebt : schüttet ihn nachmal heraus auf ein Bret / daß er ein wenig erkühle / und wircket ihn mit etwas Mehl und Zucker aus. Etliche gebrauche an statt deß gemeinen Mehls / ein Krafft= oder Stärck= Mehl zum auswircken / es muß aber die weisse Stärck zuvor klein gestossen werden / und durch ein härenes Sieblein ausgebeutelt seyn ; auch kan man diesen Teig im Keller über Nacht stehen lassen / so wird er schön zähe und lässet sich besser verarbeiten : Aus diesem Marzepan= Zeug kan man allerley Früchte und Marzepan / nach belieben machen / wie solches aus dem nachfolgenden deutlicher erhellen wird.

Kategorisierung:

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Hauptzutaten: , , , ,

Transkription:

Sepp Meister, Steffi Schinagl

Zitierempfehlung:
Sepp Meister, Steffi Schinagl (Transkription): "Marzepan=Zeug.", in: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 17, Nr. 001,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=marzepanzeug (08.08.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Lukas Fallwickl.