[Mandelkäß].

Aus: Ein new Kochbuch (1581), Kapitel 08, Nr. 151

Originalrezept:

Nim(m) geriebene Mandeln / streich sie mit Hausenblasen / so mit Wasser gesotten / durch / machs süß mit schönem weissen Zucker / setz auff Kolen / vnd rürs vmb biß daß auffseudt / geuß Rosenwasser darein / vnd setzs in kaltes Wasser / rürs vmb / biß kalt wirt / geuß es in ein Erdé oder Wachsen Model / die innwendig mit Mandelöl geschmiert ist / Vnnd wenn du es wilt anrichten / so geuß ein wenig Mandelmilch / die fein kalt vnnd süß ist / vnnd nach dem Rosenwasser schmeckt / darvnter / so wirt es wolgeschmack vnnd zierlich. Hastu kein Hausenblasen / so seudt Kölbern Füß in lauterm Wasser / so kanstu die Mandeln damit durchstreichen. Hastu aber auch nicht Kälbernfüß / so nim(m) Schweinshäut / die fein sauber vnd nit feißt seyn / seudt sie mit Wasser / so kanstu sie auch brauchen zum Mandelkäß.

Transkription:

Sepp Meister, Steffi Schinagl

Zitierempfehlung:
Sepp Meister, Steffi Schinagl (Transkription): "[Mandelkäß].", in: Ein new Kochbuch (1581), Kapitel 08, Nr. 151,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=mandelkaess (08.08.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Maximilian Schmidauer.