Mandel= Scherr= Rüblein / in Schmaltz zu bachen.

Aus: Neues Saltzburgisches Kochbuch (1718/19), Buch IIII-2 Kap. 5 Nr. 077

Originalrezept:

STosse abgezogne Ambrosin= Mandeln auf das kleineste / weiche Semmel= Mollen in halb Wein und halb Rosenwasser / drucks wol aus / stoß auch darunter / oder nimm subtil in Butter geröste Semmel= Brößlein / unter währendem Stossen schlage drey oder mehr Eyerdotter darunter / darnach du viel Mandeln oder Taig hast / mache ihn aber nicht zu lehn / auch nicht gar zu süß mit gefädtem Zucker / schütte den Taig auf ein mit Meel dünn= bestreutes glattes Brett / formiere Scherr= Rüblein / Rettich / oder andere Rüblein / aber nicht zu groß / oder dick / daraus / bachs schön langsam und kühl aus Schmaltz / stecke übersich Rosmarin / oder Majoran= Giffel darein / richts schön ordentlich auf die Schüssel und Teller / sie seynd schön und gut; mit Zucker bestreut / oder gibs in süsser Mandel= und Weinbeer= Brühe.

Transkription:

Andrea Sobieszek

Zitierempfehlung:
Andrea Sobieszek (Transkription): "Mandel= Scherr= Rüblein / in Schmaltz zu bachen.", in: Neues Saltzburgisches Kochbuch (1718/19), Buch IIII-2 Kap. 5 Nr. 077,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=mandel-scherr-rueblein-in-schmaltz-zu-bachen (17.08.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Andrea Sobieszek.