Mandel= Raffioln / auf andere Art.

Aus: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 13, Nr. 117

Originalrezept:

HAcke die abgezogene Mandeln wohl klein / zuckere sie nach deinem Geschmack / und mische ein klein wenig Semmel= Mehl / oder geriebenes Eyerbrod / ingleichen auch ein Stücklein würfflicht= geschnittenen Citronat / etwas Zimmet / Muscatenblüh und Cardamomen darunter / schlage ein Eyerdötterlein daran ; mache also eine Füll an / und so dann einen bekandten Eyerdötterleins= Teig zusammen / zuckere und wälchere ihn fein dinn aus ; fülle den Mandel= Teig darein / formire ihn wie die andern Raffioln / machs neben her zu / und bachs gemach aus einem frischen Schmaltz ; legs in eine Schüssel / trags also trocken / oder aber in dieser Brüh zu Tisch : Giesse einen Wein in ein Pfännlein / thue Zucker und ein wenig Saffran darein / laß es aufsieden / und gieß dann über die Raffioln ; setze sie auf eine Glut= Pfannen / und streue Trisanet darauf.

Transkription:

Maximilian Schmidauer

Zitierempfehlung:
Maximilian Schmidauer (Transkription): "Mandel= Raffioln / auf andere Art.", in: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 13, Nr. 117,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=mandel-raffioln-auf-andere-art (24.01.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Maximilian Schmidauer.