Mandel= Raffioln.

Aus: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 13, Nr. 116

Originalrezept:

ZIehet ein halb Pfund der besten Mandeln ab / stossets in einem Mörsel / wie zu den Dorten / mit Rosenwasser klein / daß sie nicht öhlicht werden ; mischet hernach in ener Schüssel würfflicht= geschnittene Pistacien= Nüßlein / eingemachten Citronat / Citronen= und Pomerantzen= Schelffen darunter / zuckerts / und giesset Rosenwasser daran / würtzets mit Pfeffer / Muscaten= Blüh / Cardamomen und gestossener Zimmet / schlaget zwey oder drey Eyerdötterlein darein / rühret alles wohl unter einander / daß es eine Massa werde / wie zu einem Mandel= Dorten :  rühret dann unter das zerklopffte Weiße / von zweye Eyern / zimlich viel zucker / und machet davon / vermittelst eines schönen Mehls / ein Teiglein an / walcherts so dinn aus als es immer seyn kan ; schlaget sie ein / wie andere gemeine Raffioln / doch nicht so groß : Machet ein Schmaltz in einer Pfannen nicht gar zu heiß / legt diese Mandel= Raffioln darein / und bachet sie wie Küchlein heraus ; tragets in ener Schüssel also trocken / oder aber in einer / mit guten Spanischen Wein und Zucker / angemachten Brüh zu Tisch / setzets aber zuvor auf eine Kohlen= oder Glut= Pfanne / und streuet Zimmet darauf.

Transkription:

Maximilian Schmidauer

Zitierempfehlung:
Maximilian Schmidauer (Transkription): "Mandel= Raffioln.", in: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 13, Nr. 116,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=mandel-raffioln (25.01.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Maximilian Schmidauer.