Mandel= Bien= Körblein.

Aus: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 13, Nr. 138

Originalrezept:

NEhmet abgezogene Mandeln / schneidet sie nach der Länge / und so dann wieder überzwerch zweymal entzwey / daß also von einem Mandelkern ohngefehr sechs viereckichte Stücklein werden / sind selbige klein / kan man nur vier Stücklein daraus schneiden; leget sie in Rosenwasser und Zucker / wie die andere vorher= beschriebene gebachene Mandeln; lassets einen halben Tag / oder auch über Nacht / darinnen ligen: Machet ein Schmaltz oder Oel in einem Pfännlein heiß / und leget von diesen Mandeln ungefehr einen guten grossen Eßlöffel voll hinein / und hebets / wann sie schön licht= gelb gebachen / geschwind mit einem eisernen löcherichten Löffel heraus / schüttet alsobald ein wenig davon in einen kleine Mörsel / stecket ein gar kleines Walcherholtz in die mitt hinein / und legt die andern Mandeln rings um das Walcherholtz / druckets mit den Fingern vest zusammen / damit sie in der mitte hol bleiben; den Mörsel aber muß man immerzu im kalten Wasser stehen lassen / und das Holtz allgemach heraus ziehen; dann ebenfalls entweder mit einem Finger das Bien= Körblein aus dem Mörsel heraus nehmen / oder aber selbiges umstürzen / so gehen sie gar gern heraus; stellets dann auf ein lösch= oder Fließ= Papier / so fliesset das Schmaltz davon: Wann man nun etliche heraus gebachen / kan man das Schmaltz oder Oel herab seihen / das Trübe aus der Pfannen heraus nehmen / das helle dagegen wieder in das Pfännlein hinein / und ein wenig frisches Schmaltz oder Oel dazu giessen.

Kategorisierung:

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Hauptzutaten: , , ,

Transkription:

Andrea Sobieszek

Zitierempfehlung:
Andrea Sobieszek (Transkription): "Mandel= Bien= Körblein.", in: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 13, Nr. 138,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=mandel-bien-koerblein (16.08.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Andrea Sobieszek.