Lungen und Leber von dem Biber und Otter / wie auch die gebutzte Därm.

Aus: Neues Saltzburgisches Kochbuch (1718/19), Buch IIII-1 Kap. 09 Nr. 002

Originalrezept:

DAs Bäuschlein / oder die Lungen und Leber vom Biber und Otter / wann sie frisch und unverletzt / seynd sie offt auszuwaschen / und die Lungen mit dem Hertzen wol weich zu sieden / und gesäurt einzumachen / wie von einem Kalb / oder Lamm ; die Leber kan man auch gantzer / oder geschnittner in Butter rösten / dünsten / oder verkochen / wie ein andere Leber / und erst im Anrichten saltzen / ausser sie wird zu einem Brät verhackt / als zu Knödlen und Strützlen : Die Därm aber seynd wol zu beobachten an diesen zweyen Thieren / daß mans nicht verwirfft / wann sie frisch und unverletzt seynd ; man butze sie sauber in laulechtem Wasser / und frische solche wieder im kalten / blase sie auf / und dörre sie am Lufft / sie dienen zu den Fasten= Würsten.

Transkription:

Sepp Meister, Steffi Schinagl

Zitierempfehlung:
Sepp Meister, Steffi Schinagl (Transkription): "Lungen und Leber von dem Biber und Otter / wie auch die gebutzte Därm.", in: Neues Saltzburgisches Kochbuch (1718/19), Buch IIII-1 Kap. 09 Nr. 002,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=lungen-und-leber-von-dem-biber-und-otter-wie-auch-die-gebutzte-daerm (18.08.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Lukas Fallwickl.